WhatsApp-Alternativen

t3n.de
Whatsapp gehört unbestritten zu den beliebtesten Messenger-Apps auf dem Markt – und zwar plattformübergreifend. In nahezu allen App-Stores der großen mobilen Betriebssysteme liegt die Anwendung auf den vordersten Rängen. Entsprechend hoch beziffert sich auch die Anzahl an Nachrichten, die über die Server des Dienstes gehen. Nach Angaben des Unternehmens – Stand Juli 2017 – werden 55 Milliarden Nachrichten pro Tag verschickt. In der gleichen Ankündigung verkündete das Unternehmen stolz, den Meilenstein von einer Milliarde täglich aktiver User erreicht zu haben.

 

Threema: Sicherer Messenger aus der Schweiz

Die Themen Sicherheit und Datenschutz werden bei vielen Messaging-Apps leider immer noch kleingeschrieben, auch wenn einige diesbezüglich schon nachgelegt haben. Threema war einer der ersten Messenger, bei denen die Sicherheit höchste Priorität hatte. Das Schweizer Unternehmen hinter dem Produkt versichert, dass die komplette Kommunikation, auch Telefonate, zwischen den Teilnehmern von Anfang bis Ende verschlüsselt übertragen wird.

Eigenschaften

  • Verfügbarkeit: iOS, Android, Windows Phone, Windows und Mac (in Kombination mit einem Android-Smartphone).
  • Anonymität: keine Angabe persönlicher Daten nötig, Zuordnung über eine Threema-ID, allerdings können die Kontakte beim Einrichten der App synchronisiert werden.
  • Verschlüsselung: sichere „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung.
  • Datenschutz: Server stehen in der Schweiz und unterliegen Schweizer Datenschutzgesetz, Nachrichten und Anhänge werden nach Zustellung sofort gelöscht

Signal: Edward Snowdens erste Wahl

Die App Signal von Open Whisper Systems steht für Android und iOS zur Nutzung bereit und ist der Messenger der Wahl von Whistleblower Edward Snowden. Der Messenger besitzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die quelloffen entwickelt wird. Mit dem Messenger könnt ihr Textnachrichten und abhörsichere Telefonate führen. Auch für den Desktop wird ein Client angeboten, seit November 2016 könnt ihr über die Android-App auch Sticker und Doodle versenden – und Bilder mit Textnachrichten versehen.

Eigenschaften

  • Verfügbarkeit: iOS, Android, Windows, Mac, Linux.
  • Anonymität: Rufnummer und Telefonbuch nötig.
  • Verschlüsselung: sichere „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung.
  • Datenschutz: Server stehen in der USA und unterliegen amerikanischem Datenschutzgesetz, Nachrichten und Anhänge werden nach Zustellung nicht gelöscht, du kannst aber einen “Selbstzerstörungsmodus” für Nachrichten aktivieren, die dann nach einer bestimmten Zeit entfernt werden.

Wire: Hübscher Multi-Messenger mit Servern in Europa

Ein verhältnismäßig neuer Player auf dem Messenger-Markt ist das Berliner Unternehmen Wire Swiss, das mit seinem Wire-Messenger unter anderem gegen den Platzhirsch Whatsapp antreten will. Der Messenger basiert auf dem WebRTC-Protokoll und ist optisch ansprechend gestaltet. Neben Schriftnachrichten und GIFs unterstützt die Anwendung auch das Versenden von Sprachnachrichten in HD-Qualität, die allesamt Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Gruppenchats mit bis zu 128 Teilnehmern sind außerdem möglich. Wire Swiss, das seinen Hauptsitz in der Schweiz hat, betont, dass alle Server in der EU verortet sind.

Eigenschaften

  • Verfügbarkeit: iOS, Android, Windows, Mac, Linux, Browser
  • Anonymität: Keine Telefonnummer notwendig. Zur Registrierung genügt eine E-Mail-Adresse.
    Mit einem einzigartigen @-Benutzernamen finden dich andere.
  • Verschlüsselung: sichere „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung.
  • Datenschutz: Sitz in der Schweiz, Server in der EU. Vollständig konform zu den strikten Datenschutzgesetzen der Schweiz und der EU. Open-Source. Der Quellcode von Wire ist unter GPLv3 Lizenz auf GitHub verfügbar.

Telegram: Multi-Messenger mit wachsender Nutzerbasis

Ein Mitte 2013 gestarteter Dienst namens Telegram schreibt sich auf die Fahne, hochgradig verschlüsselt zu sein, was insbesondere in Zeiten von NSA und PRISM ein populäres Feature darstellt. Laut den Entwicklern Pavel und Nikolai Durov können sowohl Textnachrichten als auch Fotos, Videos und Dokumente (wie DOC-, ZIP-, MP3-Dateien und mehr) versendet werden, die bis zu 1,5 Gigabyte groß sind. Auch das Erstellen von Gruppenchats wird unterstützt – bis zu 1.000 Kontakte können einer Gruppe hinzugefügt werden. Zuletzt hat Telegram den integrierten Media-Player verbessert und die Option, seinen eigenen Standort in Echtzeit mit Freunden zu teilen, integriert.

Eigenschaften

  • Verfügbarkeit: iOS, Android, Windows, Mac, Browser, Linux
  • Anonymität: SIM-Karte für Nutzung nötig, Benötigt Zugriff auf Adressbuch, Speichert Kontakte, keine Angaben zu Speicherung von Metadaten
  • Verschlüsselung: sichere „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung nur in der Funktion “Geheimer Chat”.
  • Datenschutz: Mutterunternehmen sitzt in Berlin.

Quelle: t3n.de


Weitere Weblinks

WhatsApp-Alternativen: Sichere Messenger im Überblick
WhatsApp-Alternative aus Berlin: Wie Wire die Messaging-Welt umkrempeln soll
Verschlüsselte Messenger: Wire, Hoccer, Kontalk

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)

EU-DSGVO: Online-Tool für Firmen zur Selbsteinschätzung
Chatte anonym mit Hoccer!